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SilberherzDein Silberherz auf goldnem Wegmich führt bei Nacht und Tag, hab Schmerzen ich, so bist du da, drum glaub, was ich jetzt sag: Du inspirierst, gibst Lebensfreude mir zu jeder Zeit, noch mehr: Du bist der liebste Mensch, den kenn ich weit und breit... Vertrau mir, lang schon hab ich nicht gesagt, was ich gefühlt, doch jetzt, da du gekommen bist und hast mein Herz zerwühlt, muss ich gestehn, dass ich bisher vor Liebe nicht versehrt geblieben bin, doch nie hab ich ein Mädchen so begehrt! In meinen Träumen seh ich dich und eins musst du verstehn: Du bist dermaßen schön, dass es fast schmerzt, dich anzusehn. Dein Silberherz hat mir gezeigt, wie wichtig es doch sei, sich nicht so mir nichts - dir nichts zu verlieben. Einerlei, wie nett es scheint, vorläufig nur an Partnerschaft zu denken; seit dich ich kenn, hab ich beschlossen, dir mein Herz zu schenken. Dein Silberherz war offen für Probleme, die mein eigen, doch war ich stets bereit, sie über Jahre zu verschweigen; Die Folgen warn's von Krebs, ich dacht, mein Leben läg in Fetzen, bis rückwirkend du hast gezeigt mir, es erneut zu schätzen. Du hörtest meinen Lebenslauf auf krankheitlicher Basis, die Fakten der Genesung, was die Ärzte sagten dann, bis verträumt du mich ansahst, ich weiß, das war dir nicht egal, und mit dem süßen Lächeln du dann sprachst, das sei genial. Dein Silberherz hat wohl geahnt, dass ich es brauch zu schreiben, und dass seit einer Ewigkeit Ideen mir ausbleiben - und in der Tat: Seit langer Zeit durchsuche ich mal wieder mein Dichterhirn nach Versen, um zu schreiben meine Lieder. Ich bin dir endlos dankbar dafür und kannst du es sehen? Durch deinen Charme erst lernen meine Worte - und ich - gehen. Dein Silberherz muss müde sein, mit Sicherheit sogar... Ich sehe aus dem Fenster, es ist Vollmond, sternenklar, wahrscheinlich liegst nun schlafend du im Bett mit vielen Träumen, was gäb ich drum, bei dir zu sein, es heut nicht zu versäumen; ich denk jedoch ganz fest an dich. Es mögen diese Seiten dich fortan, wenn du es denn magst, so gut es geht begleiten. Dein Silberherz, ich hab's gefühlt, ganz kurz in deiner zarten und warmen Brust, als ich es hab gewagt, dich zu umarmen. Es war die vorerst letzte Nacht, die du bei mir gewesen; es war so schön, dich zu berührn und wirst du dies je lesen, dann fass es bitte nicht so auf, als wollte ich nur reimen, ich schreib es so, wie ich es mein - um dich könnte ich weinen. Wir sprachen von Beziehungen, von Töchtern und von Müttern, an deiner Seite ließ ich mich mit Weisheiten gern füttern; du flüstertest, zu jedem Deckel passe auch ein Topf, und heute Nacht zerbrech ich mir darüber meinen Kopf: Mein Mädchen, wenn du wirklich bist ein Topf, einer der hält, so nimm mich als dein Deckel, nimm mich mit in deine Welt! Dein Silberherz - was war's für ein Gefühl, dich so zu halten! Ich will einmal versuchen, es in Worten zu gestalten: Nur eine kurze zärtliche und dankbare Umhalsung, ich war befreit und plötzlich kam mein eigen Herz in Wallung; wie zufällig nur streifte meine Hand die deinen Haare, in dem Moment lag viel verdeckte Zuneigung für Jahre; es war, als weht ein leichter Sommerwind um unsre Köpfe und dunkel war's - ich denk, es gibt nicht viel so liebe Töpfe. Dein Silberherz, ich spürte es, zunächst war mir nicht klar, wes Hals ich da umschlungen und berührt ich wessen Haar; Sekunden später erst, als du gegangen aus dem Zimmer, da wurde mir bewusst, dass ich verliebt nun sei für immer; du schenkst mir jene Sicherheit, die ich so lang gesucht, und die ich ja bei dir vielleicht auf Dauer hab gebucht. Dein Silberherz, es ist so schön für jemanden zu schreiben, erst recht, wenn man erhofft sich, bei demjenigen zu bleiben. Zu oft schon hab gegriffen ich ins Leere bei den Frauen. Woran es zumeist fehlte war beidseitiges Vertrauen; du bist mir jedoch sehr vertraut, wär schön, wenn es so bliebe... Mein Silberherz, so bleib bei mir! Ich weiß, dass ich dich liebe. Aus: Jan Achtmann - Cousinenbomber (j8m.de) Zurück zur Rahmenhandlung / zur Übersicht
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