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Ein Relikt längst vergangener ZeitAls ich vor kurzem wieder einmal an der Nordsee unterwegs war, traf ich einen alten Fischer, der mit seinen ergrauten Haaren, seinem Kutter und seiner Holzhütte am Strand ein Relikt längst vergangener Zeit zu sein schien. Ungeachtet seiner für uns offensichtlichen Armut sah es so aus, als gehe es ihm verhältnismäßig gut, und das sagte er mir auch gleich, als wir in seiner Hütte gemütlich bei einem unverfänglichen Tässchen Jever beisammen saßen: "Ungeachtet meiner für euch offensichtlichen Armut sieht es so aus, als ginge es mir verhältnismäßig gut." Bei diesen Worten sah er auch wirklich glücklich aus. Nach einem langen Abend voll anregender Gespräche roch ich ganz und gar nach Gräte. Ferner wurde ich sehr müde, weswegen ich mich - nach freundlicher Verabschiedung - nach draußen begab und mich im warmen Sand schlafen legte. Als ich am nächsten Morgen von den Sonnenstrahlen geweckt wurde, war der Fischer mitsamt seinem ergrauten Haar, seinem Kutter und seiner Holzhütte am Strand verschwunden. Vielleicht ist er in seine Zeit zurückgekehrt, vielleicht ist er weitergezogen - vielleicht ist er aber auch nur fischen gegangen und hat seine Hütte mitgenommen. Aus: Jan Achtmann - Cousinenbomber (j8m.de) Zurück zur Rahmenhandlung / zur Übersicht
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