Spontan könnte man meinen, es sei ähnlich wie die Jahre
zuvor: Ich sitze wieder mal, zerraufend mir die Haare,
mit einem leeren Blatt Papier, mit Kuli und mit Kippe
an meinem Tisch auf meinem Stuhl; mit letzterem ich wippe.
Zu später Stunde wusste ich schon früher festzuhalten,
was mich bewegte, mich erregte; mich in meiner kalten
und kleinen Welt, zerredend was ich mochte, was mich störte,
bis irgendwann ich merkte, dass ich nicht mich selbst mal hörte.
Verunsichert und klammernd an die Worte, die mein eigen,
sah machtlos ich mein Leben sich zur falschen Seite neigen;
ich war mir sicher, sehr sogar, dass einseitige Liebe
das höchste der Gefühle war, das mir am Ende bliebe.
Das ist es, was so anders ist in diesen letzten Zeiten
und was mich motiviert, ganz neue Wege zu beschreiten:
Was früher ich für Liebe hielt, für Träume meines Lebens,
war stets aufs Neue Ziel eines so aussichtslosen Strebens.
Im Traum nicht hätte ich geglaubt an das, was ich beschrieben,
schon immer waren es nur die Gedanken, die mich trieben;
beging so oft den Fehler, manch Gefühle zu verschwenden,
und stand am Ende plötzlich dann vor dir mit leeren Händen.