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Nach zahlreichen fröhlichen Würfelrunden im Hause Achtmann neigte sich irgendwann auch der letzte Kniffelblock dem Ende zu. Teure neue wollten wir nicht kaufen, also machte ich mich an eine eigene Version, die sich mittlerweile in vielen weiteren Runden bewährt hat: »Acht, Mann!«
Natürlich steht es den geneigten Würflern frei, die revolutionierten Spielregeln nach Belieben zu ändern oder anzupassen – kleiner Tipp: Man greife zur Tabellenkalkulation und entwerfe eine eigene Variante, es macht durchaus Freude. Manchmal fallen einem bei solch Gelegenheiten auch weitere Spielideen ein, so bei mir z.B. geschehen bzgl. meiner Monopoly-Variante »Bonnopoly«.
Bei der Erklärung unserer abgeänderten Regeln darf das grundsätzliche Kniffel®-Prinzip als allgemein bekannt vorausgesetzt werden :o) Kommen wir zunächst zu den
Gespielt wird mit fünf sechsseitigen Würfeln über die erste bis fünfte Spalte. Wird bereits mit dem ersten Wurf ein annehmbares Ergebnis erzielt, so darf es in der ersten Spalte (oder auch weiter hinten) in ein passendes Feld eingetragen werden; benötigt man beispielsweise zwei weitere Würfe, so darf nur noch in der dritten Spalte (oder auch weiter hinten) notiert werden. Dadurch fließt das strategische Element stärker ins Würfelspiel ein: Der Spieler kann nach Belieben eher auf Risiko oder auf Sicherheit spielen und brauchbare Ergebnisse beispielsweise zügig in vordere Spalten eintragen, um später möglichst nicht in Bedrängnis zu geraten. Ist man auch z.B. nach dem vierten Wurf nicht zufrieden mit dem Ergebnis oder gibt es kein freies/sinnvolles Feld mehr, so kann (notfalls: muss) man ein freies Feld streichen bzw. 0 Punkte eintragen. Null Punkte bzw. Striche dürfen natürlich, analog zu erfolgreich erwürfelten Punkten, nicht rückwirkend eingetragen werden; nicht also z.B. in Spalte 1, wenn man bereits zwei Mal gewürfelt hat.
...wird rundenweise gefüllt: Immer wenn ein Spieler im oberen Bereich einen Bonus erhält (37 Punkte extra bei einer Summe von 63 Punkten oder mehr), so wird umgehend das reguläre Spiel unterbrochen und eine "Ärger-" bzw. Sonderrunde in der sechsten Spalte gespielt. Hierbei darf sich der unterbrechende Spieler ein noch freies Feld in der sechsten Spalte aussuchen, das der Reihe nach bewürfelt – oder ggf. gestrichen werden muss (in dieser Spalte kommen erfahrungsgemäß nicht allzu viele Punkte zusammen). Hat jeder Spieler seine Pflicht getan, so wird normal weiter gespielt. Bleiben bis zum regulären Spielende einige Felder der sechsten Spalte übrig, so werden diese am Ende der Reihe nach "abgewürfelt". Das unterste Feld der sechsten Spalte ("Schrott/8!") wird ganz zum Schluss, zuallerletzt ausgewürfelt, um eine Portion Spannung fürs Spielende aufzubewahren.
Der "Kniffel®" heißt bei »Acht, Mann!« schlicht "Fünferpasch".
Als "Schlaglochstraße" wird eine unterbrochene "Große Straße" bezeichnet, also beispielsweise 1-2-3-5-6 oder 1-3-4-5-6.
Das "Full House" heißt hier, 1:1 übersetzt, "Volles Haus" (drei plus zwei gleiche Ziffern, z.B. 2-2-2-4-4 oder 1-1-5-5-5).
Ein "Leeres Haus" besteht beispielsweise aus folgenden Kombinationen: 2-2-5-5-4, 3-3-4-4-5 oder 1-1-2-2-6, es ist also quasi ein missglücktes "Volles Haus".
Das Feld "Schrott/8!" steht grundsätzlich für die bisherige "Chance" (alle Augen zählen). Würfelt der Spieler jedoch exakt acht Augen, so darf er sich hier mit ganzen 80 Punkten belohnen. Natürlich darf nur eins von beidem eingetragen werden: Wurde das Feld bereits mit einem Schrottwert befüllt, so passt keine Acht bzw. Achtzig mehr hinein – und umgekehrt, logo.
Den Würfelgott Samuel kann jeder Spieler jederzeit "anrufen", allerdings nur einmalig. Hiermit kann er seine aktuelle Wurffolge abbrechen und neu beginnen, ohne einen Strich machen zu müssen. Der Schriftzug "S-A-M-U-E-L" ist nach dieser Aktion jedoch selbstverständlich zu streichen :o)
Bei Gebrauch des "Würfelwunders", symbolisiert durch "[!ww!]", darf der unglückliche Würfler seine Mitspieler einmalig auffordern, ihn beim Würfeln zu unterstützen. Jeder Mitspieler rollt hierzu seine fünf Würfel auf den Tisch; der Spieler darf sich aus allen Würfeln die schönsten fünf aussuchen und die gewählte Kombination auf seinem Blatt vermerken (und das Würfelwunder streichen!). Ergeben sich aus den hinzugewürfelten Augen weitere brauchbare Ergebnisse, so dürfen sie ebenfalls als reguläre Würfe notiert werden – diese ggf. weiteren Ergebnisse sogar ausnahmsweise in beliebiger Spalte.
Bis zu fünf Extrawürfe können die Würfler sich verdienen, sofern sie in den Feldern "Dreierpasch" und "Viererpasch" bestimmte Mindestpunkte erzielen. In der ersten Spalte beträgt der Mindestwert beider Felder jeweils 21 Punkte, in der zweiten Spalte 22 Punkte – bis jeweils mind. 25 Augen in den Feldern der fünften Spalte. Bei Erreichen der Mindestpunkte in einer Spalte ist der jeweils mittig angebrachte Kreis zu füllen und nach Verwendung des Extrawurfs zu streichen. Die Extrawürfe können jederzeit in Anspruch genommen werden und bewirken konkret, dass der Spieler in der aktuellen Spalte noch einmal würfeln darf.
Abschließend darf der Spieler sich beim Zusammenzählen seiner Punkte nochmals 38 Punkte im Feld "kein Strich?" gutschreiben, sofern er in der vollständigen betreffenden Spalte kein Feld gestrichen bzw. nirgends 0 Punkte eingetragen und somit auch den Bonus im oberen Teil erreicht hat. (Das Erlangen bzw. Streichen von Extrawürfen spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.)
Die höchstmögliche Punktzahl pro Spalte liegt somit bei stolzen 520 Punkten – zumindest 500 Punkte sind bei strategischem Spiel durchaus erreichbar, für einen solchen Versuch eignet sich insb. die fünfte Spalte :o) Zum Spielende können die Ergebnisse der Spalten ebenso verglichen werden wie die Blattsummen; unterschiedliche Gewichtung der Spaltensummen (zur Ermittlung womöglich letztplatzierter "moralischer Sieger"...) bietet sich bzgl. der Spalten 1 und 6 an, die sicherlich die schwierigsten sind; Spalte eins eher strategisch, Spalte sechs eher glücklich.
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